Buber und Freunde


Buber , Martin
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Kapitel II.9 und II.10 - und aus dem Wörterbuch

Zu Kapitel II.8 fällt mir nichts ein - nette Geschichte über Beziehung.

Aber zu Kapitel II.9 und II.10. habe ich im Wörterbuch nachgeschlagen, vielleicht gibt es ja noch mehr teilgebildete Du's auf dieser Seite, die Erklärung brauchen:

Alp = unterirdischer Naturgeist, gespenstisches Wesen
Schibboleth = Erkennungszeichen, Losungswort
Daimonion = warnende Stimme der Gottheit

Kapitel II.9.

Ob ich nun sage: "Ich sehe dich" oder
"Ich sehe den Baum",
vielleicht nicht gleich wirklich ist in beidem das Sehen,
aber gleich wirklich ist in beidem das Ich.

Das Ich des Grundworts Ich-Es wird sich bewusst als Subjekt -
Das Ich des Grudworts Ich-Du wird sich bewusst als Subjektivität.
Es gibt nicht zweierlei Menschen; aber es gibt die zwei Pole des Menschentums.


Durch die Berührung jedes Du
rührt ein Hauch des ewigen Lebens an.

Da kommt mir ein Gedicht von Karl von Frisch (1927) in den Sinn:
Begegnungen
Menschen gibt es viele.
Sie wandeln ihren Weg,
Jeder nach seinem Ziele.
Jeder auf seine Steg.

Wenn sie einander streifen,
Streifen sie vorbei;
Selten, dass sie begreifen,
Wes Art der andere sei.

Seltener noch, dass leise
Beim Streifen die Seele klingt
Und dass des anderen Weise
Froh in uns weiter klingt.

Und woran ich in diesem Kapitel noch rumbeisse ist:
"Alle Wirklichkeit ist ein Wirken,
an dem ich teilnehme,
ohne es mir eignen zu können."
sehen - 24. Mär, 10:35

wunderbare Gelegenheit

wunderbare Gelegenheit – und schon beginnt es. Ja natürlich kann es hier vorangehen, auch wenn ich gerade nicht gut zum Lesen und Schreiben komme. Natürlich bin ich noch da, und demnächst auch wieder mehr.

sehen - 24. Mär, 10:37

noch n Tip

der leichteren Auffindbarkeit dient es, wenn Ihr einen Beitrag zu einem bestimmten Text schon über den Titel zuordenbar macht. Also Teil II Abschnitt ... möglichst schon in den Titel

Horch - 24. Mär, 13:03

Konfusion in der Abschnittszählung

Nun weiß ich nicht, welche Ausgaben Euch vorliegen, aber mein Ich-Du-Buch hat keine Zählung; die Abschnitte sind durch freundliche Sternchen voneinander getrennt und die Nummerierung habe ich mit Bleistift selbst vorgenommen. Obenstehende Sätze:
„Das Ich des Grundworts Ich-Es … wird sich bewußt als Subjekt.
Das Ich des Grundworts Ich-Du … wird sich bewusst als Subjektivität.“
stehen bei mir im 9. Abschnitt, nicht im 8. (In meiner Ausgabe ist ein Sternchen leicht zu übersehen: Es trennt den fünften und den sechten Abschnitt. Der sechste beginnt mit „In der Eswelt waltet uneingeschränkt …“ Vielleicht liegt hier die Ursache für die differierenden Zählweisen? Ich hatte schon bei den Kommentaren zum Abschitt 5 diesen Eindruck.) Ich freue mich, wenn wir das abgleichen können.

bahnfahrerin - 1. Apr, 22:59

Abschnittszählung

Ja, du hast recht! Ich habe ein Sternchen übersehen! (Sind bei mir auch sehr klein - und das übersehene ist am Seitenende...) Danke für den Hinweis!
Horch - 24. Mär, 13:49

Das Ich des Grundworts Ich-Du erscheint als Person …

„Das Ich des Grundworts Ich-Es erscheint als Eigenwesen …
Das Ich des Grundworts Ich-Du erscheint als Person … “

Diese Unterscheidung zieht sich durch diesen Abschnitt. Es fasziniert mich, daß Buber hier ausgerechnet den Begriff „Person“ wählt. Dieses Wort stammt aus dem Etruskischen und bezeichnet ursprünglich die Maske im antiken Theater. Es schwingt also das Wissen mit, daß wir stets maskentragend sind und Rollen spielen, die uns nicht immer auf den Leib geschneidert sind. Wenn ich diesen Wortsinn mitdenke, bekommt die Person der Ich-Du-Beziehung einen weiteren Sinn: Selbst im Offenbarungserleben der Ich-Du-Beziehung bleiben Masken bestehen, erfahre ich den Anderen nicht völlig unvermittelt, habe ich nur begrenzten Zugang zu seinem Wesen.

„Denn durch die Berührung jedes Du rührt ein Hauch des ewigen Lebens uns an.“ Ja, wieder einer dieser herzerwärmenden Sätze.

Horch - 24. Mär, 14:16

Und woran ich in diesem Kapitel noch rumbeiße ...

"Alle Wirklichkeit ist ein Wirken,
an dem ich teilnehme,
ohne es mir eignen zu können."

Ich finde das gar nicht so schwer. Wirklichkeit erlebe ich nur in der Ich-Du-Beziehung. Diese „wirkt“ nachhaltig. (vgl. "Aber das Ich, das aus dem Beziehungsereignis ... tritt, verliert dessen Wirklichkeit nicht.") Doch die Ich-Du-Beziehung ist unverfügbar, ich kann sie nicht machen. Sie wird mir geschenkt, wenngleich sie auch einen gewissen Antwortcharakter hat. Ich nehme also an der Wirklichkeit (der Ich-Du-Beziehung) teil, ohne daß ich über sie verfügen kann (sie eignet mir nicht). - Habe ich mich verständlich ausgedrückt?

binein - 1. Apr, 23:31

nEIN

Die Gefahr der Theorie ist, dass man sich darin verlieren
kann und den Bezug zur Praxis verliert.
So bekommt man kein Schnitzel gebacken.
Horch - 6. Apr, 14:54

Die Entgegenstellung von Theorie und Praxis entspricht mir nicht so sehr. Oftmals handeln wir falsch, weil wir falsch denken. Also bemühe ich mich um richtiges Denken, um richtig handeln zu können. Die Qualität des Schnitzels leidet darunter gewiß nicht :-)

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