Buber und Freunde


Buber , Martin
Bilder von Gut und Böse





Muth, Cornelia
Zwischen Gut und Böse

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Samstag, 9. Juli 2005

Teil II, Abschnitt 13 – das Stereoskopen-Gleichnis

Buber baut hier ein Bild vom Sehen (OK – auch vom Horch_en...) auf, das mir ähnlich kräftig wie das Höhlengleichnis erscheint. Einerseits ist es wieder ein neues Bild für das, was er schon in den vergangenen Abschnitten versuchte zu sagen. Andererseits bleibt es ausfüllungsbedürftig und weist, nehme ich an, schon auf Teil III.
Elemente sind das Denken und das Fühlen, das Gerade und das Runde, das Eine und das Ganze. Jedenfalls ist der Gedanke in der Lage schöne, auch beruhigende Bilder zu malen. Sie helfen ein bißchen weiter, vor allem helfen sie über die Panik des Alltag hinweg. Zur Wirklichkeit führen sie aber nur, wenn man alle Gedankenbilder ohne Zeit und Raumbezug auf einmal sehen kann.
Buber wird etwas drastischer in der Ausdrucksweise. Ich bin gespannt auf Teil III, den ich noch nicht kenne, von dem ich andere hab sagen hören: oh, jetzt klinkt er aus. Nun, mal sehen, ob wir auch ausklinken, oder in unserer Art zu lesen, doch was darin finden.

Teil II, Abschnitt 12 - Was ist Selbst-Widerspruch ?

Wir erfahren in diesem Abschnitt, wie Buber das Wort “Selbst-Widerspruch“ gebraucht. Offenbar ist es das Gegenteil des Dialogs, der Zwiesprache in der Beziehung: also das Wort, das das Ich an sich selbst richtet. Und das kann keine Zwiesprache oder Zusprache sein, sondern nur gegen an gehen, also „wider“ das Ich.
Soweit, so klar, wohl. Interessant ist noch das Wort vom „eingeborenen Du,“ das sich am begegnenden (Du) auswirken kann. Ich glaube ersteres Du ist das Ich, vom Du aus betrachtet. Also: jedes Ich erst ein Ich am Du, jedes ich erst ein Ich, wenn es einem Du ein Du ist. Hier kommen wir also wieder an die Grenzen der Worte und er Begriffe. Wir haben ja schon oft gelesen, daß ein Ich (oder Du, oder Es) nicht unbedingt eines ist, nur weil wir es nicht anders bezeichnen. Ich denke, man könnte also sagen: „Das unentwickelte, potentielle Ich (im Text: Es) entfaltet sich am unnatürlichen, am unmöglichen Gegenstand, an sich selbst ...“ Damit wird klarer, daß dort der Raum fehlt, wo sich irgend etwas (etwa eine Beziehung ...) entfalten könnte.

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